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Polizeikontrolle?! Was muss ich machen?

Bei Broken Head findest du nicht nur coole Helme, sondern auch nützliche Tipps für Motorradfahrer. Wenn es jedoch um rechtliche Fragen wie man bei einer Polizeikontrolle vorgeht, stößt man schnell an seine Grenzen. Deshalb haben wir uns Verstärkung geholt: Rechtsanwalt Ulrich Schorner erklärt, wie sich Motorradfahrer bei einer Polizeikontrolle richtig verhalten. Seine Tipps helfen dir, entspannt zu bleiben, unangenehme Situationen zu vermeiden und sicher auf der Straße unterwegs zu sein. Bevor es ins Detail geht, stellt sich unser Gastautor kurz vor:

Kurzprofil Ulrich Schorner

Rechtsanwalt Ulrich Schorner

 Erste Straße 33 58809 Neuenrade 02392-960940 

 Seit 2007 betreibe ich meine kleine Rechtsanwaltskanzlei im Sauerland mit inzwischen zwei Standorten, bin aber natürlich auch überregional tätig. Als begeisterter Motorradfahrer habe ich mich auf das Verkehrsrecht spezialisiert. Ich bin Fachanwalt für Verkehrsrecht für Strafrecht.I

Im Internet findet Ihr mich unter www.motorrad-rechtsanwalt.de

Wie verhalte ich mich bei einer Polizeikontrolle / Geschwindigkeitsmessung?

Viele Motorradfahrer kennen den Moment: Die Tour wird durch die Polizei mit der roten Kelle gestoppt, sei es wegen einer Geschwindigkeitsmessung oder einer allgemeinen Verkehrskontrolle. Wichtig ist jetzt, ruhig zu bleiben, den Anweisungen zu folgen und Führerschein sowie Fahrzeugschein griffbereit zu haben. Eine Kontrolle dient in erster Linie der Verkehrssicherheit und ist nichts Ungewöhnliches. 

Ein respektvoller Umgangston versteht sich von selbst und sorgt meist für einen entspannten Ablauf. Wer kooperativ, vorbereitet und sachlich bleibt, verkürzt die Situation deutlich, und kann seine Motorradfahrt in der Regel schnell fortsetzen. 

Was antworte ich einem Polizisten bei einer Kontrolle?

Ein wichtiger Grundsatz bei jeder Kontrolle lautet: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Oder einfacher gesagt: Erstmal die Klappe halten. 

Ihr kennt das aus Filmen: Bei Befragungen wird zuerst darauf hingewiesen, dass man das Recht zu schweigen hat, nach § 136 Strafprozessordnung. Dieses Recht gilt auch im echten Leben.

Das Recht ist gerade bei unserem Erstkontakt mit den Ordnungshütern in der Kontrolle wichtig. Wir wissen noch gar nicht, ob und was uns eigentlich vorgeworfen wird und welche Beweismittel vorliegen sollen.

Verhalten anhand einer Geschwindigkeitsmessung

Ich möchte das an einem Beispiel festmachen: 

Ein gutes Beispiel zeigt, wie schnell man bei einer Kontrolle in Schwierigkeiten geraten kann: Unser Motorradfahrer war etwas zu schnell unterwegs, worauf eine Zivilstreife aufmerksam wurde. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf, verloren mehrfach den Sichtkontakt, weil das Motorrad andere Autos überholte. Erst nach einigen Kilometern gelang es, den Biker anzuhalten. Unser Motorradfahrer gibt gegenüber den Polizisten an: „Ich hatte es eilig, weil ich zur Arbeit musste.“ 

Damit lag schon eine Aussage vor, die später teuer werden kann. Hätte er die Tipps aus diesem Blog beachtet, hätte er freundlich gesagt, dass er sich zu den Vorwürfen nicht äußert. Dann hätte die Polizei erst beweisen müssen, dass er wirklich der Fahrer war. Bei so einer langen Verfolgung, mit mehrfach unterbrochenem Sichtkontakt, ist das alles andere als sicher. 

Noch wichtiger: Wer sagt „Ich hatte es eilig“, wirkt vorsätzlich, das kann die Strafe oft verdoppeln. Unser Tipp: Bei einer Polizeikontrolle erst einmal nichts sagen, ruhig bleiben und freundlich reagieren. So vermeidest du unnötige Bußgelder und Ärger. 

Was nach der Polizeikontrolle passiert

Nach einer Polizeikontrolle landet oft ein Bußgeldbescheid im Briefkasten, zum Beispiel wegen zu schneller Fahrt oder Überholen trotz Verbot. Manchmal kommt zuerst ein Anhörungsbogen, der ebenfalls ernst genommen werden sollte. Genau der richtige Moment, um sich an einen erfahrenen Anwalt für Verkehrsrecht zu wenden. 

Als Betroffener hast du im Bußgeldverfahren die Möglichkeit, über einen Verteidiger Akteneinsicht zu nehmen. Erst wenn du alle Beweise und Unterlagen kennst, ist es sinnvoll, eine Stellungnahme abzugeben, am besten über den Anwalt. So kannst du auf Augenhöhe mit den Behörden bleiben und deine Rechte wahren. 

Gar nicht selten gibt es in der Akte auch Anhaltspunkte, welche der Verteidigung nützen. Etwa in unserem Beispielsfall, in dem die Geschwindigkeitsüberschreitung lediglich durch Nachfahren ohne geeichten Tachometer ermittelt wurde. Aber das wäre schon wieder der Stoff für einen nächsten Beitrag in diesem Blog.

Mehr Fragen zu Motorradrecht?

Mit diesem Wissen solltest Du die nächste Polzeikontrolle problemlos überstehen. Wenn Du ein anderes Anliegen zum Thema Verkehrsrecht hast, kontaktiere gerne die Kanzlei Schorner auf www.motorrad-rechtsanwalt.de